Artikel getaggt mit Frühstück

Hirse-Mais-Walnuss-Brot (glutenfrei)

Und nochmal ein Rezept für ein glutenfreies und veganes Brot. Ich bin wirklich erstaunt, wie leicht und gut man glutenfreie Brote herstellen kann, wobei ich sagen muss, dass sie eher nichts für Leute sind, die beim Bäcker die einfachen weißen Brötchen holen :-) . Aber für die ist selbstgebackenes Brot eh nix, egal, ob glutenfrei oder nicht…

Ich jedenfalls mag es sehr und habe gerade Spaß daran, mir immer neue Kombinationen auszudenken und bisher haben alle einwandfrei geschmeckt. Dazu ist das Brot recht vollwertig und reichhaltig, macht also auch mich satt.

Dieses Mal habe ich einfach mal Hirse mit reingebacken (ohne sie vorher zu kochen, dazu war ich zu faul…) und Walnüsse, wobei die Nüsse gemahlen in den Teig gekommen sind, also auch einen Teil “Mehl” darstellen. Durch die gemahlenen Leinsamen hält das Brot gut zusammen und bekommt auch einen kernigen Geschmack.

Das einzige, was ich nächstes Mal anders machen werde, ist, dass ich nur die Hälfte backe, sofern ich weiß, dass ich es alleine aufessen muss. Glutenfreies Brot wird einfach sehr schnell trocken, dieses besonders schnell, da ich wenig Flüssigkeit verwendet habe, seit dem dritten Tag mag ich es nur noch getoastet essen, aber das geht ja auch. Also, lieber häufiger und dafür nur kleine Brote backen, frisch schmeckt es einfach deutlich besser.

Hirse-Mais-Brot (glutenfrei)

Hirse-Mais-Brot (glutenfrei)

Zutaten:

  • 100 g Hirse
  • 50 g Leinsamen
  • 75 Walnüsse
  • 150 g Maisgrieß (Polenta)
  • 100 g glutenfreier Mehl-Mix, hell (alternativ Mais- und Reis-Mehl)
  • 50 g Kartoffelmehl (alternativ: Speisestärke)
  • 2 El Sojamehl
  • 1 El Kichererbsenmehl
  • 1 1/2 Tl Guarkernmehl
  • 2 Tl Salz
  • 1 Tl Rohrzucker
  • 1 Pckg Trockenhefe
  • 250 ml kochendes Wasser + 100 ml handwarmes Wasser
  • 1 El Rapsöl (oder Olivenöl)

Zubereitung:

Die Leinsamen frisch mahlen und zusammen mit der Hirse in eine Schüssel mit Deckel geben. Mit kochendem Wasser übergießen, umrühren, Deckel drauf und ca. 20 Minuten quellen lassen.

Die übrigen Mehle mit dem Salz und den gemahlenen Walnüssen in einer großen Schüssel gut vermengen, die Hefe mit dem Rohrzucker in dem handwarmen Wasser auflösen und zehn Minuten stehen lassen bis sich ganz viele kleine feine Bläschen bilden.

Den Hirse-Leinsamen-Mix nochmal gut durchrühren (die Leinsamen sind jetzt gut gequollen und richtig schleimig geworden, das sorgt für eine gute Bindung) und zusammen mit dem Öl und dem Hefe-Wasser zu den Mehlen in der großen Schüssel geben.

Alles entweder mit den Händen oder dem Knethaken der Küchenmaschine/Handmixer einige Minuten richtig gut kneten, evtl noch etwas Wasser zufügen, wenn der Teig zu trocken ist, da er noch quillt.

Den Teig abdecken und ca. eine Stunde gehen lassen. Nochmals gut durchkneten, einen Laib formen und im Gärkörbchen (oder einer Brotform) weitere 30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen vorheizen auf 200 °C Ober-. und Unterhitze und das Brot darin ca. 60 Minuten backen bis es eine schöne Kruste hat. Falls es zu schnell zu dunkel wird, die Ofentemperatur aus 175 °C reduzieren.

Das Brot herausnehmen, komplett auskühlen lassen, erst dann anschneiden und genießen!

Et voliá!

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Seitan-”Wurst”

Das ist jetzt das krasse Gegenprogramm zum glutenfreien Brot :-) . Aber ich hatte noch Glutenpulver zu hause, was endlich mal verarbeitet werden musste, außerdem wollte ich einfach nochmal einen letzten Versuch der selbstgemachten veganen Seitan-”Wurst” starten.

Ich habe schon zig Rezepte ausprobiert: mit ausschließlich Seitan, mit einem Mix aus Seitanpulver und Tofu, Mix aus Seitanpulver und Räuchertofu, Mix aus Seitanpulver und Kichererbsen, Mix aus Seitanpulver und weißen Bohnen usw. Dazu alle Varianten bei den restlichen Zutaten. Und ALLE Varianten haben meinen Ansprüchen nicht genügt, ich finde, dass selbstgemachte Seitan-”Wurst” grundsätzlich brotig schmeckt, egal welche Mischverhältnisse man nimmt. Lustigerweise bin ich die einzige, die das findet, mein Freund mag die vegane “Wurst” total gerne…seltsam.

Jedenfalls habe ich jetzt nochmal eine ganz andere Variante genommen mit relativ viel Kokosfett, Verdickungsmittel usw. dazu eher wenig Glutenpulver. Die Konsistenz ist super, der Geschmack an sich auch, aber ich finde, sie schmeckt immer noch ein wenig brotig. Vielleicht bin ich da auch einfach verdreht…

Meinem Freund schmeckt sie sehr gut, pur oder auf´s Brot, ich habe beschlossen, dass es der letzte Versuch war. Die Zubereitung macht schon ein bisschen Arbeit und vor allem viel Schmiererei, für mich lohnt sich das nicht, da mich der Geschmack nicht überzeugt. Ich kaufe die Seitan-”Wurst” lieber im Bioladen, da weiß ich, welche ich mag und welche nicht. Aber testet selber, ich denke, vielen wird sie sehr gut schmecken.

Seitan-"Wurst"

Seitan-"Wurst"

Zutaten für 4 vegane “Würste” á 100-150 g:

  • 2 EL Tomatenmark
  • 1/2 Tl Senf, mittelscharf
  • 1 El Sojasauce
  • 1 Tl Zitronensaft
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 Tl Meersalz
  • 1 1/2 Tl Gemüsebrühe, gekörnt
  • 1/2 Tl Majoran, getrocknet
  • 1/2 Tl Muskatnuss, gemahlen
  • 1 Tl Rohrzucker
  • 1/2 Tl Pfeffer
  • 1/2 Tl Knoblauchpulver
  • 1/4 Zwiebel (optional)
  • 1 Tl Guakernmehl
  • 1 El Paprikapulver, edelsüß
  • 25 g Räuchertofu
  • 250 ml Wasser
  • 2 El Weizenmehl
  • 2 El Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 50 g Kokosfett (zB Palmin)
  • 175 g Glutenpulver

Zubereitung:

Das Kokosfett schmelzen bis es flüssig ist, dann alle Zutaten bis auf das Glutenpulver in eine Schüssel geben, das geschmolzene Kokosfett zufügen und alles mit dem Pürierstab ganz fein pürieren bis eine glatte homogene Masse entsteht.

Das Glutenpulver zufügen und alles gut verkneten. Der Teig ist sehr weich, nicht wundern, er hat eher die Konsistenz von “Wurstbrät”, die Seitanwurst wird erst durch Kochen und auskühlen fest.

Den Teig in vier Portionen teilen und jede Portion in Alufolie einwickeln, die Enden jeweils entgegengesetzt zwirbeln, so dass “Bonbons” entstehen. Die “Würste” müssen richtig stramm verpackt sein, damit sich nicht zu viele Hohlräume bilden.

Die Alufolien-”Wurst”-Bonbons in zwei Gefrierbeutel geben und diese möglichst wasserdicht verschließen. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und die eingepackten Seitanwürstchen darin ca. eine Stunde köcheln lassen. Herausnehmen, vollständig abkühlen lassen, dann die Alufolie abwickeln und die veganen “Würste” genießen: kalt, auf Brot, auf Pizza, im Gulasch usw. Im Kühlschrank aufbewahren.

Et voilá!


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Mohnzopf

So, heute mal wieder ein eher “ungesundes” Rezept. Mit Weißmehl…aber voll lecker :-) Und damit es nicht allzu nährwertarm ist, habe ich den Zopf mit hellem Dinkelmehl gebacken. Dazu ist er ein ganz wenig süß und erinnert in Geschmack und Konsistenz an einen Stuten.

Dazu noch Mohn und der Yummy-Zopf ist perfekt! Es war unglaublich schwer, in normalen Supermärkten Mohn zu finden, in der Backabteilung gab es immer nur diese pappsüße fertige Mohnmasse, aber die mag ich nicht. Ich wollte ganz normalen ungemahlenen Mohn. So wie auf Mohnbrötchen!

Fündig geworden bin ich letztendlich im Bioladen, der war zwar nicht sooo günstig, aber für so einen Riesen-Zopf braucht man nur ca. 50 g und hat vollen Mohngeschmack.

Am liebsten mag ich den Zopf mit herzhaftem Aufstrich (ja, ein wenig pervers, ich weiß…), aber auch mit Schokocreme schmeckt er super oder einfach mit dick Alsan pur, gut.

Ich habe dieses Mal den Teig mit einem 18-Stunden-Vorteig, der sog. “Biga”, gemacht, das ist aber nicht zwingend notwendig. Bei früheren Rezepten habe ich den Zopf auch schon mit einem ganz normalen Vorteig gemacht, dann braucht man aber deutlich mehr Hefe.

Durch die langgärige Biga braucht man ganz erstaunlich wenig Hefe (auf den ganzen Zopf ca. 5 g) und der Teig wird richtig schön feinporig und geschmackvoll.

Mohnzopf

Mohnzopf

Vorteig (”Biga”):

  • 125 Dinkelmehl Typ 630
  • 150 ml Soja- oder Hafermilch
  • 2 g Frischhefe

Hauptteig:

  • 375 g Dinkelmehl Typ 630
  • 1 1/2 Tl Meersalz
  • 50 g Rohrzucker
  • 100 ml Soja- oder Hafermilch
  • 50 g Alsan, zimmerwarm und weich
  • 3 g Frischhefe

Belag:

  • 50 g Mohn, ungemahlen
  • 1 El Sojasahne + 2 El Wasser

Zubereitung:

Für die “Biga” das Mehl mit der Hefe und der Pflanzenmilch zu einem glatten und sehr zähen Teig verrühren. Die Schüssel mit einem passenden Deckel oder Frischhaltefolie abdecken und den Vorteig 12-24 Stunden gehen lassen (am Besten über Nacht).

Das übrige Mehl zu dem Vorteig geben, ebenso Salz, Rohrzucker und Alsan. Die restliche Hefe in der Soja- bzw. Hafermilch auflösen und zu dem Teig geben.

Alles 5-10 Minuten mit der Hand (oder, wer hat: in der Küchenmaschine…) zu einem sehr weichen und geschmeidigen, aber nicht klebrigen Teig verkneten. Je länger der Teig geknetet wird, desto feinporiger wird der Zopf später.

Den Teig wieder abdecken und für weitere 1-2 Stunden gehen lassen.

Nochmals einige Minuten durchkneten, dann in drei gleichgroße Teile teilen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu gleichlangen Rollen formen. Hieraus einen lockeren Zopf flechten und diesen auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech legen.

Die Sojasahne mit dem Wasser verquirlen und damit den Zopf gleichmäßig und dick bepinseln. Großzügig den Mohn drüberstreuen (durch die Sojasahne-Wasser-Mischung wird der Zopf erstens schön goldbraun und leicht glänzend und zweitens haften die Mohnsamen dadurch richtig gut) und den Zopf nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen vorheizen auf 200 °C Ober- und Unterhitze und den Zopf ca. 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen, die Temperatur nach 20 Minuten Backzeit auf 175 °C reduzieren.

Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und so frisch wie möglich genießen.

Et voilá!

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Grünkern-Möhren-Zucchini-Baguette

Im Moment komme ich irgendwie nicht so richtig zum Kochen. Zumindest nicht zum Gesund-Kochen mit Gemüse und Getreide, es gibt ständig Nudeln mit Pesto oder Tomatensauce. Ist zwar dann auch selbst gemacht, aber mit eher wenig Nährwert *seufz*. Daher habe ich mir einfach überlegt, die gesunden Essens-Zutaten in ein Brot zu packen, denn Brot ist derzeit neben Nudeln mein Hauptnahrungsmittel.

Herausgekommen ist dieses Baguette. Leicht würzig und mit etwas “Biss” durch den Grünkernschrot (Grünkern ist soooo lecker!!), saftig durch geraspelte Möhren und Zucchini (Möhren machen auch eine echt schöne Farbe) und noch ein bisschen gesünder durch etwas Roggenanteil. Ich hatte leider  kein Dinkelmehl, sonst hätte ich das anstelle von Weizen genommen.

Auch mit dem Gemüse kann man variieren (was seltsamerweise auch lecker ist in Brot: Radieschen geraspelt. Und natürlich Zwiebeln/Frühlingszwiebeln) und wer das Brot noch gehaltvoller mag, kann ja auch noch ein paar Kerne und/oder Saaten mit rein tun, ist bestimmt auch lecker.

Grünkern-Möhren-Zucchini-Baguette

Grünkern-Möhren-Zucchini-Baguette

Zutaten:

  • 50 g Grünkernschrot
  • 200-220 ml Wasser (je nachdem welcher Mehltyp verwendet wird)
  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 1 Tl Rohrzucker
  • 100 g Roggenvollkornmehl
  • 350 g Weizen- oder Dinkelmehl (405er bis 1050er)
  • 1 1/2 Tl Salz
  • 1 El Olivenöl
  • 1 kleine Zucchini (oder 1/2 große)
  • 2 mittelgroße Möhren

Zubereitung:

Den Grünkernschrot mit 100 ml kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit das restliche Wasser handwarm erwärmen, Zucker zufügen und die Hefe darin auflösen. Ca. 10 Minuten gehen lassen bis das Hefewasser leicht zu sprudeln anfängt (das hört sich auch sehr lustig an, da die Hefe so schäumt und die kleinen Bläschen zerplatzen, echt lebendig…)

Die Zucchini und die Möhren fein raspeln, in eine große Schüssel geben, die Mehle, das Salz, das Öl, den gequollenen Grünkernschrot sowie das Hefewasser zufügen und alles mit den Händen oder dem Knethaken einige Minuten kräftig kneten bis ein weicher, halbwegs geschmeidiger Teig entsteht (er wirkt vielleicht etwas bröselig, das ist aber ok, kommt durch den Schrot…). Der Teig darf ruhig ein wenig klebrig sein, da die Mehle noch quellen.

Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Aus der Schüssel nehmen und nochmals kräftig durchkneten. Sollte der Teig jetzt noch zu sehr kleben, noch etwas Mehl zufügen (er sollte aber nicht trocken sein). Die Feuchtigkeit des Teiges variiert sehr, da sie von dem Wassergehalt des verwendeten Gemüses abhängt, also nicht wundern.

Den Teig in vier gleich große Teile teilen und jeweils in längliche Baguettes formen, ein wenig mit Mehl bestäuben und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (genug Abstand dazwischen…). Nach Geschmack die Oberfläche schräg einschneiden, muss aber nicht.

Nochmals abgedeckt 20 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, die Baguettes einschieben und eine halbe Tasse Wassre auf den Boden des Backofen gießen, SOFORT die Backofentür schließen (und aufpassen, dass man sich nicht am heißen Wasserdampf verbrennt).

Nach 10 Minuten die Temperatur auf 175 °C reduzieren und die Backofentür einmal kurz öffnen, um den heißen Dampf entweichen zu lassen.

Weitere 20 Minuten backen bis die Baguettes knusprig und goldbraun sind (genaue Dauer hängt natürlich von dem jeweiligen Ofen ab…).

Auskühlen lassen und so frisch wie möglich genießen. Frisches Brot ist soooooo gut…..

Et voilá!

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    Osterzopf

    Zugegeben, ich bin weder gläubig, noch feiere ich Ostern, aber noch aus Kindheitstagen herrührend gehört zu den Ostertagen ein Osterzopf. Früher habe ich den immer mit meiner Mama gebacken, heute selber. An sich handelt es sich dabei ja “nur” um einen einfachen Hefezopf, aber ich denke, dass man auch den mehr oder weniger gut und mit guten oder nicht so guten Zutaten herstellen kann.

    Ich habe mich natürlich für die guten Zutaten entschieden ;-) und im Gegensatz zu dem klassischen Osterzopf, der traditionell viele Qual-Eier enthält (auch Freiland-/Bodenhaltungs-/Bio-Eier sind Qualeier!!! Kein Mensch braucht Eier zum Backen!), ist dieser Zopf natürlich vegan. Man könnte den Zopf noch mit abgeriebener Zitronenschale aromatisieren, ebenso mit etwas gemahlener Vanille, aber da ich den Zopf nicht so süß mache und auch eher mit herzhaften Aufstrichen mag (ich mag hier die Kombination von leicht süßlich gepaart mit pikant sehr, am liebsten mit Kräuter-Knoblauch-Frisch-”Käse”), aromatisiere ich ihn nicht, sondern halte die Zutaten sehr einfach.

    Den tollen Glanz, den der Zopf herkömmlich von Eigelb bekommt, erhält man ebenso gut, wenn man ihn mit unverdünnter Sojasahne bepinselt: sehr simpel, sehr gut, sehr dekorativ.

    klassischer Osterzopf

    klassischer Osterzopf

    Zutaten für vier kleine oder zwei mittlere Zöpfe:

    • 300 g Dinkelmehl, Typ 1050er
    • 200 g Weizenmehl, Typ 405er
    • 2/3 Würfel Frischhefe
    • 100 ml Sojasahne (zB Sojacuisine)
    • 150 ml heißes Wasser
    • 1 Tl Salz
    • 75 g Rohrzucker
    • 75 g Alsan, zimmerwarm
    • 2-3 El Sojasahne zum Bepinseln

    Zubereitung:

    Die Sojasahne mit dem heißen Wasser mischen, 1 Tl Rohrzucker zufügen und in dem Gemisch die Hefe auflösen. Alles ca. 10 Minuten stehen lassen.

    Die beiden Mehlsorten in einer großen Schüssel vermengen, den restlichen Zucker und das Salz zufügen. Die Alsan in kleine Stücke geschnitten hinzugeben.

    Die Hefe-Wasser-Sojasahne-Mischung darübergießen und aus den Zutaten am Besten mit den Händen oder auch mit dem Handrührer (Knethaken) einen weichen und geschmeidigen Teig kneten. Der Teig sollte sehr weich und elastisch sein, aber nicht klebrig. Um die bestmögliche Bindung zu erhalten, sollte der Teig einige Minuten kräftig geknetet werden.

    Den Teig abdecken, am besten mit Folie oder einem Deckel und nicht mit einem Handtuch, da der Teig sonst austrocknet. Ca. eine Stunden gehen lassen.

    Den gegangenen Teig aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche nochmals richtig gut durchkneten. Den Teig halbieren oder vierteln, je nachdem, ob man zwei oder vier Zöpfe machen möchte. Jedes Teil dann in drei gleich große Stücke teilen (am Besten auswiegen) und diese dann zu gleichmäßigen langen Strängen rollen. Aus jeweils drei Strängen einen Zopf flechten, den Zopf zu einem Kreis legen und die Enden miteinander verbinden und leicht andrücken.

    Die Zöpfe (bzw. Zopf-Ringe) Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der Sojasahne rundum bepinseln. Mit einem Handtuch abdecken und nochmals 30 Minuten gehen lassen.

    Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze ca- 15-25 Minuten goldbraun backen (je nach Größe und Dicke der Zöpfe, zwischendrin einfach mal kontrollieren) und so frisch wie möglich genießen! Pur, mit Alsan, Schokocreme, Frisch”käse”…..mmmmmmhhhhh…..

    Et voilá!

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    Paprika-Walnuss-Paste

    Mal wieder ein Brotaufstrich. Oder auch Dip, je nachdem, wie man ihn verwendet…ich mag keine Dips, aber viele mögen sowohl Hummus als auch diese Paprika-Walnuss-Paste sehr gerne, um Gemüsesticks oder anderes zu dippen, ich esse mein Gemüse lieber ohne Dip und die Paste auf Brot. Aber das ist ja – wie immer – Geschmacksache.

    Diesen Aufstrich finde ich toll, weil er so eine satte und saftige Farbe hat und geschmacklich sehr fein und ausgewogen ist. Er ist ein bisschen süßlich durch die gerösteten roten Paprikaschoten, nussig durch die Walnüsse, leicht scharf durch Chiliflocken, mediterran angehaucht mit Olivenöl und alles pikant würzig abgeschmeckt, ich find den soooo gut!!

    Man kann die Paprikaschoten entweder selber rösten, hierzu die Hälften mit der Haut nach oben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech direkt unter den Grill im Backofen schieben und grillen bis die Haut richtig schwarz ist, dann die Schoten in einen Frischhaltebeutel geben, hierdurch löst sich die Haut besser, dann die Haut abziehen und die Paprika weiterverwenden. Eine andere Möglichkeit ist es, fertig geröstete  und gehäutete Paprikaschoten aus dem Glas zu nehmen. Ich bevorzuge die letzte Variante, da ich das Selberrösten sehr aufwendig finde, die Küche und die ganze Wohnung stinkt stundenlang verbrannt, der Ofen wird eingesaut und es ist eine Wahnsinns-Friemelei die Haut abzupulen und man schmiert alles voll, außerdem braucht mal sehr viel Energie für wenig Produkt.

    Bei den Paprikaschoten aus dem Glas sollte man allerdings darauf achten, dass man welche findet, die erstens eine gute Qualität haben und vor allem, KEINEN Essig in dem Sud, in dem die Schoten eingelegt sind, haben! Sonst schmecken die Paprika und damit auch der Aufstrich sehr sauer, wie Essig-Gurken. Es gibt einige wenige Hersteller, die den Sud aus Gewürzen, Wasser und Öl machen, ohne Essig (Zitronensäure zum Konservieren ist ok, das wirkt sich geschmacklich nicht viel aus).

    Außerdem wasche ich die Schoten immer gut unter Wasser ab, um den Sud abzuspülen, und trockne sie dann mit etwas Küchenkrepp ab, damit der Aufstrich nicht verwässert. Aber so spare ich mir viel Arbeit und Aufwand und das Ergebnis ist (bei guten eingelegten Paprikaschoten) hervorragend.

    Man kann übrigens statt der Walnüsse auch sehr gut geröstete und gesalzene Cashewnüsse nehmen, das schmeckt auch richtig gut, halt anders. Dann aber daran denken, das Salz zu reduzieren, da die Nüsse schon salzig sind.

    Paprika-Walnuss-Paste

    Paprika-Walnuss-Paste

    Zutaten:

    • 3 geröstete rote Paprikaschoten ohne Haut (frisch oder aus dem Glas)
    • 100 g Walnüsse
    • 1/2 Tl Salz (evtl. mehr, muss man abschmecken)
    • Chiliflocken nach Geschmack
    • 2 El Hefeflocken
    • 3 El Olivenöl
    • 3 El Haferflocken, Kleinblatt (optional)
    • 1 El Vollkornsemmelbrösel

    Zubereitung:

    Wenn Paprikaschoten aus dem Glas verwendet werden, diese unter Wasser abspülen und trockentupfen. Grob zerkleinern und in eine Schüssel, in der man pürieren kann, geben.

    Die Walnüsse grob zerkleinern und mit den übrigen Zutaten zu den Paprika geben. Alles mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse richtig fein cremig pürieren. Abschmecken, ob genügend Salz dran ist, eventuell nachsalzen. Kühlstellen und am Besten ein bis zwei Stunden durchziehen, dann genießen!

    Et voilá!

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    Kaiser-Semmeln

    Manchmal habe ich einfach Lust, auf richtig knusprige weiße Semmeln, die leider wenig Nährwert haben, aber einen großen Yummy-Faktor :-) Die Dinger, die man beim Bäcker kaufen kann, finde ich aber unerträglich und völlig geschmacklos. Ein Zwischending aus Pappe und Ess-Styropor, bäh!

    Beim Surfen auf diversen Rezepte-Blog-Seiten habe ich ein Rezept für Kaisesemmeln gefunden und fand vor allem die Form super! Die Zutaten waren mir etwas zu lasch und ich hatte auch nicht alles da, daher habe ich mir einfach selbst was zusammen gezimmert. Durch die Zugabe von wenig Roggenvollkornmehl und etwas 1050er Weizenmehl sind diese Semmeln wirklich perfekt geworden und auch besser sättigend als das Bäckervorbild. Ich bin wirklich begeistert!

    Man braucht nur Geduld, da der Vorteig kalt angesetzt wird, ohne Zucker und daher viiiiiel Zeit zum Gehen braucht, der Hauptteig geht dann sogar über Nacht. Hierdurch werden die Semmeln aber richtig schön fluffig und feinporing, ich finde, es lohnt sich.

    Am Tollsten finde ich aber die Form. Die typische Kaiser-Semmel-Form erhalten die Brötchen so. Es ist wirklich überhaupt nicht schwierig, da der Teig schön elastisch und weich ist, probiert´s einfach. Im Gegensatz zu normal einfach nur rund geformten Brötchen, behalten die Kaiser-Semmeln durch das Schlingen perfekt die Form, laufen nicht in die Breite auseinander (was mir sonst bei hellen weichen Hefeteigen schnell passiert, da ich ohne Form backe), sondern gehen wunderbar auf, reißen dekorativ auseinander an den Schlingstellen und werden einfach zu wundervollen Brötchen, die eine wahnsinnig knusprige und rösche Kruste haben. Man kann sie gut einfrieren, aber sie halten sich auch einige Tage und werden wieder knusprig, wenn man sie kurz auftoastet.

    Kaiser-Semmeln

    Kaiser-Semmeln

    Zutaten für 8-10 Brötchen:


    Vorteig:

    • 1 El Roggenvollkornmehl
    • 100 g Weizenmehl Typ 1050er
    • 200 ml Wasser, kalt
    • 1/2 El Salz
    • 1 El Trockenhefe

    Hauptteig:

    • 3 El Roggenvollkornmehl
    • 400 g Weizenmehl Typ 405er
    • 100 ml Wasser, kalt
    • 2 El Olivenöl

    Zubereitung:

    Die Zutaten für den Vorteig in einer großen Schüssel mit dem Löffel verrühren, so dass ein zähflüssiger, aber geschmeidiger Teig entsteht. Die Schüssel mit einem Deckel oder Folie (kein Handtuch, damit der Teig nicht austrocknet) abdecken und ca. 4 Stunden stehen lassen.

    Der Teig ist aufgegangen und hat viele kleine blubberige Bläschen gebildet und fängt an, etwas säuerlich zu duften.

    Die Zutaten für den Hauptteig zufügen und alles zu einem weichen Teig verkneten, am Besten mit den Händen. Der Teig sollte weich, aber nicht zu klebrig, sondern knetbar sein. Mindestens fünf Minuten gut durchkneten. Die Schüssel wieder abdecken und über Nacht gehen lassen.

    Am nächsten Tag den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals durchkneten und in 8-10 gleich große Stücke teilen. Auf der bemehlten Arbeitsfläche die einzelnen Teiglinge zu ca. 40 cm langen Rollen “schleifen” und dann mittels der Knotentechnik zu Kaisersemmeln formen. Die geformten Teiglinge mit der (späteren) Oberseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals 60 Minuten gehen lassen.

    Den Backofen auf 230 °C Ober- und Unterhitze vorheizen, die Teiglinge umdrehen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Ein Glas kaltes Wasser mit einem schnellen Schubs auf den Boden des Backofen gießen und sofort die Backofentür schließen. Hierbei aufpassen, da das Wasser auf dem heißen Boden sofort verdampft (was auch Sinn und Zweck des ganzen ist, denn durch den heißen Wasserdampf erhalten die Brötchen ihre tolle Kruste) und man sich verbrennen kann.

    Ca. 30 Minuten backen (je nach Ofen), nach zehn Minuten die Hitze runterdrehen auf 200 °C.

    Abkühlen lassen und am Besten frisch genießen.

    Et voilá!

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    Schoko-Nougat-Creme

    Ok, ich geb´s zu, meine Kochkreativität hat im Moment irgendwie Pause. Keine Ahnung, warum, aber ich habe gerade nicht so große Lust zum Kochen und wenn ich mich dann doch aufraffe, kommt nix Dolles dabei rum, zumindest nichts, was bloggenswert wäre :-) Aber auch schnelle “kleine” Dinge sind ja manchmal erwähnenswert, wenn sie gut sind.

    Daher gibt es heute mal ein kurzes Rezept mit wenigen Zutaten, aber grooooßer Wirkung. Ich hatte so Lust auf Chocoreale-Nuss-Nougat-Creme, oh Mann. Aber keine mehr im Haus und der Bioladen ewig weit weg und keinen Nerv, da hin zu fahren. Also habe ich nach Rezepten zum Selbermachen gesucht, aber keine schönen gefunden. Die waren alle entweder wahnsinnig unvegan oder unglaublich süß oder mit einem Berg an Fett oder alles zusammen. Sagte mir alles nicht zu, daher habe ich mein eigenes Rezept entwickelt. Es schmeckt nicht 1:1 wie Chocoreale, kommt aber nah ran und ist eine adäquate Alternative, wenn man´s selber machen möchte. Die Creme ist jetzt auch nicht fettarm, aber ich habe wenigstens nicht noch extra eine Packung Alsan mit reingeschmolzen (eines der gefundenen Rezepte verlangte wirklich danach!!!), auch den Zusatz von Zucker habe ich mir gespart, da in der Schokolade und vor allem auch im Nougat schon genügend Zucker enthalten ist und die Creme so zumindest mir noch süß genug ist. Aber das kann man auch einfach selber abschmecken und ggf. noch Rohrzucker zufügen.

    Die Creme schmeckt super einfach zum Löffeln oder auf´s Brot oder natürlich auch zum Backen, probiert´s aus und genießt!

    Schoko-Nougat-Creme

    Schoko-Nougat-Creme

    Zutaten für 300 g Schokocreme:

    • 150 g Haselnuss-Nougat (bei den Backzutaten schauen)
    • 50 g Zartbitterschokolade
    • 100 ml Sojasahne (die normale zum Kochen, nicht die aufschlagbare)
    • 1/4 Tl Vanille, gemahlen

    Zubereitung:

    Alle Zutaten in einen kleine Topf geben und bei kleiner Hitze und ständigem Rühren vorsichtig schmelzen bis eine cremige und homogene Masse entsteht. Die Masse ist jetzt noch relativ dickflüssig, wird aber beim Auskühlen richtig schön streichzart und von der Konsistenz wie gekaufte Nougatcreme.

    Die Masse in ein Schälchen oder Glas mit Deckel abfüllen und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren nochmals gut durchrühren und dann genießen.

    Et voilá!

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    Mandel-Nuss-”Käse”

    Dieser Aufstrich war mal wieder einer meiner Versuche, eines der in englischsprachigen blogs hochgelobten Rezepte auszuprobieren, da ich nicht alle der dort angegebenen Zutaten mag und auch nicht zu hause hatte, habe ich es abgewandelt, auch die Mengen musste ich für meinen Geschmack anpassen. Herausgekommen ist ein Aufstrich, der fast genauso aussieht wie die Tofu-Kräuter-Frischkäse-Creme, aber völlig anders schmeckt!

    Geschmacklich hat der Aufstrich wenig bis nichts von Frischkäse, er schmeckt aber trotzdem lecker. Recht nussig und dadurch recht gehaltvoll, durch die Zitrone aber trotzdem frisch. Ich finde ich ganz lecker, vor allem, da er mich an den Cashew-Käse erinnert, den es damals im “Zerwirk” in München gab, den ich sehr mochte, der aber zu völlig überzogenen Preisen verkauft wurde. Jetzt weiß ich endlich, wie man ihn selber macht:-)

    Es ist von der Menge her recht viel geworden, zumindest für mich als Einzelperson. Ich glaube, ich muss mir noch was überlegen, worin ich einen teil “verkochen” kann, werde dafür mal mein “Ultimate Uncheese Cookbook” konsultieren und mir Ideen holen. Sofern sich dadurch eine eigene Kreation ergibt, werde ich sie natürlich teilen!

    Mandel-Nuss-"Käse"

    Mandel-Nuss-"Käse"

    Zutaten für gut 500 g:

    • 150 g Mandeln, gehäutet
    • 50 g Cashews, ungeröstet (und nicht gesalzen)
    • 150 ml Wasser
    • 120 g Tofu, natur
    • 1/4 Zwiebel (optional)
    • 1 Tl Salz
    • 1 El Rapsöl oder Sonnenblumenöl
    • Saft einer halben Zitrone
    • 3 El gemischte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kerbel etc.)

    Zubereitung:

    Die Nüsse fein mahlen (wer nichts zum Mahlen hat, sollte sie mit dem Messer so gut wie möglich zerhacken, dann kann man sie besser mit den übrigen Zutaten pürieren).

    Den Tofu in Stücke schneiden, ebenso das Stück Zwiebel. Alles zusammen mit den gemahlenen Nüssen und den restlichen Zutaten außer den Kräutern in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab richtig schön fein cremig pürieren. Zum Schluss die Kräuter mit einem Löffel unterrühren und den Aufstrich am Besten noch ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

    Et voilá!

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    Tomaten-Tofu-Aufstrich mit Cashews und Basilikum

    Der Name sagt eigentlich schon alles, denn mehr ist nicht drin:-) Der Aufstrich ist super schnell gemacht, wenige Zutaten, die man fast immer zu hause hat. Bei den Nüssen kann man problemlos variieren, es schmeckt zB auch mit angerösteten Pinienkernen sehr gut. Der Aufstrich ist leicht tomatig, aber nicht penetrant und er ist sehr mild und ganz leicht süßlich, obwohl kein Süßungsmittel enthalten ist. Ich mag ihn sehr, da das Zusammenspiel der Zutaten irgendwie erstaunlich ausgewogen ist und einfach einen sehr feinen Geschmack gibt.

    Tomaten-Tofu-Aufstrich mit Cashews und Basilikum

    Tomaten-Tofu-Aufstrich mit Cashews und Basilikum

    Zutaten:

    • 200 g Tofu, natur
    • 4 El Tomatenmark, dreifach konzentriert
    • 3/4 Tl Meersalz
    • 1 El Olivenöl
    • 2 El Cashewnüsse, geröstet und gesalzen
    • 2 El frisches Basilikum

    Zubereitung:

    Gaaaaaanz simpel:-)) Den Tofu grob zerkleinern, ebenso die Nüsse und das Basilikum. Alle Zutaten in eine kleine Schüssel geben und mit dem Pürierstab einige Minuten ganz fein pürieren bis sich alles gut vermengt hat und eine feine, streichfähige Creme entstanden ist. Fertig.

    Et voilá!

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