Köstlich cremiger Käsekuchen in roh

Ich habe ein neues Spielzeug :-D Einen Hochleistungsmixer! Nein, ich habe mich nicht der Keimling-Vitamix-Riege angeschlossen. Das Produkt mag gut sein, aber erstens ist mir das Marketing zu aufdringlich (ich wurde auch schon gefragt, ob ich nicht testen möchte, so wie gefühlte andere tausend blogs…) und es ärgert mich, dass Blogger dafür kostenlos “missbraucht” werden, zweitens ist mir das Ding schlicht zu teuer und drittens finde ich das Design furchtbar! Es erinnert mich an die Computer aus den 80ern und die Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Aber das ist ja alles Geschmacksache…Jedenfalls habe ich mich für den Hochleistungsmixer von bianco entschieden, den bianco forte. Leistungsmerkmale entsprechen dem Vitamix, dazu gibt es aber noch die sechs Automatikprogramme, die wirklich sehr praktisch sind und den Stößel mit Temperaturanzeige (für alle, die sich rohköstlich ernähren – ich habe bisher noch keine Anwendung dafür gefunden…). Außerdem ich finde ihn um Längen hübscher und zudem unschlagbar günstig (insofern man in diesem Preissegment von günstig sprechen kann). Es gibt ihn natürlich auch in ganz schniekem Design, aber das waren mir die 150€ mehr nicht wert (alles ist identisch außer dem Design).

Lange lange lange habe ich mich gegen diesen Hochleistungsmixer-Hype gewehrt und hatte beschlossen, mir NIE so ein Ding anzuschaffen. Braucht doch kein Mensch, pah! Stimmt. Brauchen tut so ein Gerät ganz wirklich gar überhaupt niemand. Man kann alles auch so irgendwie machen und ein guter Pürierstab tut´s auch. Echt jetzt. Ist so. ABER: das Ding ist einfach großartig! Toll! Wunderbar! Fantastisch! Ich will es nicht mehr missen. Himmel, ich bin mal wieder echt ganz richtig doll verliebt in ein Küchengerät. Peinlich, aber wahr :-) Mein Mann hat nur nachsichtig gelächelt, als ich nach Ankunft des Mixers selig grinsend in die Küche geschwebt bin und dem kleinen M. erzählt, dass er seine Mama jetzt sehr sehr lange nicht wiedersehen wird. Jepp. Ich jage seitdem quasi ALLES durch den Mixer! Und das Kind hat mittlerweile schon diverse Smoothies verköstigt und scheinbar für sehr gut befunden. Suppe gab´s auch schon. Und Nusskäse. Und Saucen. Und Cremes. Und Aufstriche. Und Käsekuchen.

Jaaaaaa, Käsekuchen! Aus dem Mixer?? Richtig. Und keine Angst, ich bin nicht auf den Rohkost-Tripp gekommen. Werde ich auch nie, denn ich liebe gekochtes Essen. Aber vor sieben Jahren (damals….) habe ich in der relativen Nähe von München gelebt. Dort gab es eines der ersten veganen Restaurants in Deutschland: das Zerwirk. Gibt es mittlerweile leider nicht mehr, aber damals eben schon noch (übrigens hat der Moschinski da gearbeitet und den habe ich dort 2006 mal kennengelernt, als ich mich da für einen Job beworben habe – er war irgendwie seltsam und das mit dem Job war auch seltsam, aber das ist ein anderes Thema – ich schweife ab). Jedenfalls dieses Restaurant (was sehr lecker war!!) hatte auch noch ein kleines Bistro angeschlossen und da wiederum gab es ganz viel Rohkost-Zeugs. Unter anderem Käsekuchen. Und das war ungelogen einer der besten Käsekuchen, die ich jemals gegessen habe! Und ich habe schon viele gegessen. Falls es untergegangen sein sollte: ich LIEBE Käsekuchen! Also, der Laden hat mittlerweile dicht, aber an diesen Kuchen muss ich immer noch denken. Und versuche seitdem, den irgendwie nachzubauen. Daher also nun mal wieder ein Versuch, dieses Mal mit meinem neuen Spielzeug.

Und was soll ich sagen?! Er ist großartig geworden! Schmeckt zwar ein bisschen anders als der vom Zerwirk, aber er ist einfach unglaublich köstlich. So cremig, vanillig, zitronig, süß (aber nicht zu sehr…). Wirklich gut. Und richtig fix gemacht (abgesehen vom Einweichen der Cashews…). Nichts muss backen. Also perfekt geeignet für warme Sommermonate. Und wer mag, genießt den Kuchen als Eistorte oder halbgefroren. Sehr erfrischend.

Kalorientechnisch natürlich nichts für schwache Nerven, denn er besteht nur aus Nüssen, Süßungsmitteln und Kokosfett. Dafür ist er super gesund, enthält keinen raffinierten Zucker, sättigt angenehm und macht glücklich. Aber vorsichtshalber habe ich nur eine kleine Springform gemacht, das war die perfekte Menge, um drei Tage zu zweit davon zu essen. Das Rezept geht natürlich tatsächlich konsequent roh, mein Kuchen war es aber nicht, da wahrscheinlich keine meiner verwendeten Zutaten Rohkostqualität hatte. Aber das ist mir ja bums. Bei dem Kokosfett ist es natürlich euch überlassen, ob ihr lieber neutrales Kokosfett oder nach Kokos schmeckendes Kokosöl nehmt, je nach Gusto.

Ach, und das Rezept funktioniert bestens auch ohne Hochleistungsmixer. Einfach die Cashews ca. 8-12 Stunden einweichen und ggf. gaaaanz feine Stückchen in Kauf nehmen – das tut dem Geschmack keinen Abbruch.

Köstlich cremiger Käsekuchen in roh

Köstlich cremiger Käsekuchen in roh

Zutaten für eine kleine Springform (18 cm Durchmesser):

  • 130 g Mandeln (oder Walnüsse oder beides gemischt)
  • 75 g Datteln, getrocknet und entsteint
  • 1 El Wasser
  • nach Belieben eine Prise Salz, gemahlene Vanille, Zimt o.ä.
  • 200 g Cashews, ungeröstet und ungesalzen (für 2-12 Stunden in Wasser eingeweicht)
  • 75 ml Zitronensaft, frisch gepresst
  • 60-70 g Agavensirup (je nach Süßschnabeligkeit)
  • 75 g Kokosöl oder Kokosfett (fest)
  • 60 ml Wasser
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Für den Boden die Mandeln (oder gemischten Nüsse) zusammen mit den Datteln mahlen/pürieren/mixen (hierfür nehme ich den Mixuntersatz meines Pürierstabes). Die Konsistenz sollte ruhig noch feinstückig sein, damit der Boden etwas Biss hat. Gewürze und das Wasser zufügen und nochmal kurz durchmixen bis alles zusammenhält, wenn man etwas Masse zwischen den Fingern presst (sollte eure Masse noch nicht klebrig genug sein, noch einen Esslöffel Wasser zugeben, aber nicht zu viel!).

Eine kleine Springform mit Backpapier auskleiden. Die Mandel-Dattel-Masse hineingeben, mit den Fingern andrücken und einen ca. 2cm hohen Rand hochziehen/festdrücken.

Für die Füllung die einweichten Cashews (ohne Einweichwasser) in den Mixer geben. Das Kokosfett vorsichtig bei geringer Hitze in einem kleinen Topf schmelzen und zusammen mit den übrigen Zutaten zu den Cashews geben. Wer einen Hochleistungsmixer hat, gibt die Vanilleschote im Ganzen hinein, ansonsten das Mark auskratzen und nur das verwenden. Alles auf höchster Stufe 1-2 Minuten mixen (ggf. länger) bis eine möglichst glatte feine homogene Creme entstanden ist.

Die Creme auf dem Kuchenboden verteilen und glatt streichen.

Für 1-2 Stunden in den Kühlschrank und dann für einige Stunden in den Gefrierschrank stellen. Der Schritt mit dem Gefrierschrank ist nicht zwingend notwendig, gibt dem Kuchen aber eine bessere Konsistenz. Vor dem Servieren etwa eine Stunde auftauen lassen bzw. den Kuchen im Kühlschrank aufbewahren. Alternativ dauerhaft gerfrieren und als Eistorte genießen.

Et voilà!

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Saftiges Roggenvollkornbrot mit Kürbiskernen

Schon seit einigen Jahren backe ich unser Brot selber. Nahezu ausschließlich. Ausnahmen gibt es so gut wie keine und wenn, dann beziehen sie sich eigentlich nur auf seltenen akuten Brötchen-Appetit. Brötchen backe ich zwar auch selber und mittlerweile recht gut (ich habe zB ein fantastisches Rezept für Weltmeisterbrötchen erarbeitet, was ich unbedingt mit euch teilen muss, aber bisher waren sie immer zu schnell aufgegessen, um hübsche Fotos davon zu machen…), aber Brötchen-Hunger kommt bei mir meist spontan und will ebenso spontan befriedigt werden, so dass ich dann häufig auf gekaufte zurückgreife. Aber ansonsten backe ich selbst. Und friere ein.

Irgendwie hat sich das in den letzten Jahren so eingebürgert. Ich habe immer weniger Brot gefunden, was mir wirklich geschmeckt hat und habe auch keine Lust, dafür durch die halbe Stadt zu fahren. Außerdem bin ich ein Fan von 100%igem Vollkornbrot, was es fast nirgends gibt. Dazu kommt, dass mich das herkömmliche gekaufte Brot oft auch gar nicht satt macht, so dass ich sehr viel davon essen muss, wozu ich aber nicht immer Lust habe. Brot vom Biobäcker ist zwar manchmal ok, wobei es auch da große Qualitäts- und Geschmacksunterschiede gibt, aber auf Dauer und bei uns Viel-Brot-Essern ist mir das einfach zu teuer. Für ein 1kg-Brot zahle ich hier vier Euro aufwärts, je nachdem, was an Saaten oä drin ist.

Jedenfalls habe ich mich irgendwann mal vor ca. 7 Jahren mit dem Ansetzen von Sauerteig auseinandergesetzt und nach ein paar Fehlschlägen ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Anfangs noch mit gekauftem Vollkornmehl, mittlerweile aber haben wir eine sehr gute und robuste Mühle in der Küche stehen, die in Windeseile frisches Korn zu fluffigem Mehl vermahlt. Hierdurch ist das Ergebnis nochmal um Längen besser geworden. Von dem Erhalt der guten Inhaltsstoffe von Getreide und Pseudogetreide mal abgesehen, (so dass das Brot auch aus ernährungsphysiologischer Sicht bombe ist) ist der Geschmack wirklich fantastisch und kein bisschen mit gekauftem Sauerteig und gekauftem Brot zu vergleichen! Auch ein noch so gutes Bio-Bäcker-Brot kann da einfach nicht mithalten.

Wie man an den diversen Brotback-Blogs sehen kann, gibt es unzählige Verarbeitungsmöglichkeiten von Mehl zu Brot, was meist aber mit relativ viel Aufwand und vor allem Genauigkeit, verschiedenen Teigführungen, Brühstücken, Quellstücken und Zeitplänen verbunden ist. Die Ergebnisse können sich zwar sehen lassen, aber mir persönlich ist das viel zu viel Aufwand! Und wenn ein Brot schon dadurch misslingt, weil 0,5 g zu viel Hefe zugefügt wurde oder ich es nicht exakt bei 28°C habe reifen lassen oder gar 1 Minute zu lang auf falscher Stufe geknetet habe, dann ist dieses Rezept nichts für mich. Ich benötige Rezepte mit Mengenangaben, die auch ein paar Gramm Abweichung zulassen, außerdem muss die Zubereitung schnell und simpel und die Zeiteinteilung relativ flexibel sein. Dem kleinen M. ist es nämlich völlig egal, ob das Brot genau JETZT dreimal gefaltet werden muss, wenn er vor Hunger brüllt, schlafen will oder die Windel voll hat und auch sonst nimmt er herzlich (und herzlos ;-) ) wenig Rücksicht, auf das, was seine Mami gerade tun will…

Daher habe ich in den letzten Monaten ein Rezept entwickelt, was mittlerweile zu meinem absoluten Standard-Brot-Rezept geworden ist. Es besteht aus reinem Vollkornmehl und ist unglaublich variabel! Ich schreibe euch hier die 100% Roggen-Variante mit Kürbiskernen auf, aber man kann problemlos die Hälfte des Mehls durch anderes Vollkornmehl nach Geschmack austauschen, auch durch helleres Mehl, falls man es nicht ganz so vollkornig mag (dann aber etwas weniger Wasser nehmen), mit den Kernen und Saaten ganz nach Geschmack variieren usw. Bei uns gibt es das Brot seit Monaten in zig Varianten, das hier ist die Basis-Version.

Außerdem ist es herrlich unkompliziert in der Zubereitung. Ihr braucht lediglich einen backstarken Roggenvollkorn-Sauerteig-Ansatz (der hält sich im Kühlschrank aber ewig, wenn man ihn regelmäßig immer weiter züchtet – es lohnt sich also, einmal Zeit zu investieren und sich einen guten heran zu ziehen! Meiner ist bestimmt einige Jahre alt…). Ich habe immer 250 g Sauerteig im Kühlschrank, den ich für den Ansatz des Brotes nehme. Der wird gefüttert und dann werden 250 g abgenommen zur Verarbeitung und 250 g kommen wieder in den Kühlschrank. Für das nächste Brot drei Tage später…

Auch zeitlich ist dieses Brot quasi in jeden Alltag integrierbar. Morgens oder vormittags einfach den Sauerteig mit Wasser und Vollkornmehl vermengen. Ein paar Stunden reifen lassen (mindestens 4, nach oben keine wirkliche Grenze…), mit den übrigen Zutaten vermengen (nur mit dem Löffel, keine Küchenmaschine ist nötig, kein langes Kneten usw!), in die Form füllen, gehen lassen, backen, auskühlen, genießen. Ich liebe es!

Saftiges Roggenvollkornbrot mit Kürbiskernen

Saftiges Roggenvollkornbrot mit Kürbiskernen

Zutaten für ein Kastenbrot (ca. 34×12 cm, Fassungsvermögen der Form: 2l, wird aber nur knapp voll):

  • 250 g backstarker Roggensauerteigansatz (aus dem Kühlschrank)
  • 120 g Roggenvollkornmehl
  • 130 g Wasser
  • 500 g Roggenvollkornmehl
  • 15 g Meersalz
  • 15 g Agavensirup (oder Rohrohrzucker)
  • 5-10 g Frischhefe (je nachdem, wie backstark euer Sauerteig ist)
  • 400 g Wasser
  • 50 g Kürbiskerne
  • Haferflocken für die Form

Zubereitung:

Den Sauerteigansatz mit 120 g Roggenvollkornmehl und 130 g Wasser in einer Plastikschüssel mit Deckel verrühren. An einem warmen Ort abgedeckt ca. 4 Stunden (oder länger…) gehen lassen bis der Ansatz aktiviert und deutlich gegangen ist. Es sollten sich jetzt viele Blasen gebildet haben.

Von diesem Ansatz nun 250 g abnehmen und wieder zurück in den Kühlschrank stellen (ich bewahre meinen Sauerteigansatz immer in einem Einmachglas auf).

Die übrigen 250 g des Sauerteigs mit allen übrigen Zutaten (bis auf die Haferflocken) in eine große Schüssel geben und alles gründlich mit einem Löffel vermengen. Ich gehe zum Schluss immer nochmal mit den Händen durch, damit alles gut vermischt ist. Die Konsistenz des Teiges ist recht weich und sehr klebrig, aber das soll so, da er noch ordentlich quillt und das Brot dadurch schön saftig wird.

Die Kastenform gut einfetten und gleichmäßig mit den Haferflocken (oder Mehl/Saaten oä) ausstreuen. Den Teig einfüllen und mit dem feuchten Löffelrücken glatt streichen. Mit Haferflocken bestreuen.

Das Brot an einem warmen Ort (ich heize immer den Ofen kurz auf 50°C, stelle ihn aus und dann das Brot in den kuschelig warmen Ofen) ca. 2 Stunden gehen lassen bis es sich merklich vergrößert hat und knapp an den Rand der Kastenform reicht.

Im vorgeheizten Backofen bei 190°C Ober- und Unterhitze im unteren Drittel ca. 45 Minuten backen, dann das Brot aus der Form lösen, umdrehen und so auf dem Kopf weitere 10-15 Minuten backen (ich schalte da meist den Ofen aus und nutze die Restwärme).

Komplett auskühlen lassen und erst dann anschneiden. Genießen.

Et voilà!

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Nacho-”Käse”-Sauce

Jepp, mich gibt es auch noch. Zum Glück :-) . Ich finde es wahnsinnig schade, dass hier im Moment auf dem blog so wenig los ist und würde das liebend gerne ändern, denn das Bloggen fehlt mir! Sehr. Der Grund für die derzeitige Abstinenz ist ganz einfach: ich habe im Moment so gut wie keine Zeit und Energie, um neue Rezepte zu kreieren, auszuprobieren und zu fotografieren. Kochen und Backen dient derzeit ausschließlich der Nahrungsaufnahme – für mehr ist irgendwie kein Platz. Das hatte ich mir ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt und erhofft…

Der kleine M. wächst und gedeiht prächtig und ist ein wahnsinnig zauberhafter kleiner Kerl, aber er fordert auch nonstop und ist alles andere als “pflegeleicht” (blödes Wort für ein Kind…). Ich hatte mir vorgestellt, dass ich in der Zeit, wo er tagsüber schläft, wunderbar den Haushalt schmeißen und Kochen und Backen kann, fotografiert würde dann so zwischendrin. Tja, Pustekuchen, denn ich habe ein Kind, was Tagschlaf hasst! Und sich weigert, liegend zu schlafen…er schläft nur in der Trage und dann darf ich dabei natürlich nicht rumwuseln. sonst wacht er auf und wird sehr unleidig *seufz*. Soviel zu den schlauen Ratschlägen, was man alles tun kann, während das Kind schläft! Naja, wir haben halt ein sehr aufgewecktes und neugieriges Baby und das Nicht-Schlafen-Wollen gehört eben auch zu ihm und seiner Persönlichkeit. Jedenfalls führt das dazu, dass der Haushalt abends und am Wochenende notdürftig erledigt wird und für entspanntes Kochen und Backen ist einfach kein Platz. So. Das nur mal zur Erklärung für euch. Ich hoffe seeeeehr, dass sich das alles bald bessert, denn ich bleibe bei dem Ganzen doch etwas auf der Strecke. Jedenfalls bin ich aber auch ganz schrecklich dankbar, dass ihr mir trotzdem noch so toll die Stange haltet und kommentiert und mails schreibt usw. Das ist echt schön :-D !

Jetzt gibt´s aber euch endlich mal wieder ein Rezept. Tadaaa!

Ich lebe ja nun wirklich schon sehr lange vegan und habe bei Kinobesuchen schon immer sehr neidisch auf die Nachos mit Käse-Dip geschielt. Keine Ahnung, wie der Dip schmeckt, denn zu meiner unveganen Zeit gab es sowas noch nicht, aber da ich früher alles in Richtung Schmelzkäse geliebt habe, stellte ich mir die Nacho-Käse-Sauce immer sehr köstlich vor. Nachos schmecken zwar auch mir einer guten Salsa wirklich lecker, aber ab und zu mag man ja auch mal Abwechslung.

Daran habe ich mich erinnert als ich mal wieder meine Lieblings-Instant-Käse-Sauce auf Cashew-Basis gemacht habe. Flugs ein bisschen rumgelesen und Inspirationen gesammelt und dann ein eigenes Rezept kreiert. Eine Basis rein aus Cashews war mir zu nussig und süßlich, außerdem stimmte die Konsistenz nicht. Also habe ich mich daran erinnert, in irgendeine amerikanischen Rezept von gekochten Kartoffeln und Möhren gelesen zu haben im Zusammenhang mit einer veganen Käsesauce. Bisher dachte ich immer, dass es sich dabei um eine nichtschmeckende low-fat-Variante handelt, ins Leben gerufen von Fett-Paranoikern und habe es nie getestet. Bis jetzt. Denn genau diese Kombi aus Cashews und gekochter Möhre plus Kartoffel macht den perfekten Schmelz und genau die richtige Nacho-Cheese-Sauce-Konsistenz.

Gepimpt habe ich das Ganze noch mit gerösteter Paprika (bei mir aus dem Glas), was einen tollen Geschmack gibt. Abgerundet wird die Sauce mit Hefeflocken und diversen Gewürzen, wobei eine besondere Rolle dem Miso zukommt. Hierdurch entsteht der spezielle käsige Geschmack. Es geht auch ohne, aber perfekt wird es mit. Wundert euch nicht über das Knoblauchpulver und das Zwiebelsalz – normalerweise mag ich solche Sachen gar nicht und benutze lieber frische Zutaten, aber im Zusammenhang mit veganer Käsesauce finde ich es einfach perfekt, um den gewünschten Yummy-Effekt zu erreichen. Aus irgendeinem Grund klappt das mit den pulverisierten Zutaten besser als mit frischen – ich hab´s oft ausprobiert und mir mittlerweile einfach beides zugelegt. Hält ewig und wird ausschließlich für Käsesaucen genutzt.

Die vegane Nacho-Käse-Sauce schmeckt ganz köstlich warm, aber ebenso auch kalt. Sowohl zu Nachos als auch zu Gemüse-Sticks, als Brotaufstrich, als Saucen-Verfeinerung usw. Ob sie sich auch zum Überbacken eignet, kann ich leider nicht sagen, denn dafür war sie zu schnell aufgefuttert. Selbst der Liebste, der gar nicht so auf Nachos steht, war hin und weg von der leckeren Käse-Sauce.

Nacho-"Käse"-Sauce

Nacho-"Käse"-Sauce

Zutaten:

  • 1 mittlere Möhre (ca. 100 g)
  • 1 mittlere Kartoffel (ca. 125 g)
  • 3 El Hefeflocken
  • 1/2 rote Paprikaschote, geröstet und enthäutet (aus dem Glas oder selbst gemacht)
  • 50 g Cashews, natur
  • 1/2 Tl Knoblauchpulver
  • 1 Tl Zwiebelsalz
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Tl Miso, hell
  • 1 El Weizenmehl Typ 550
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 1/2 Tl Senf, mittelscharf
  • 200 ml Wasser
  • ein Schuss Sojasahne (ca. 1 El)
  • 2 El Margarine

Zubereitung:

Die Kartoffel und die Möhre schälen und in kleine Würfel schneiden. In wenig Wasser ganz weich kochen (ca. 10-15 Minuten). Das Kochwasser abgießen und die Gemüsewürfel mit allen anderen Zutaten im Mixer ganz fein cremig pürieren. Zur Not tut´s auch der Pürierstab :-) .

Die Sauce in einen kleinen Topf geben und unter Rühren kurz aufkochen bis sie schön andickt. Von der Herdplatte nehmen, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und lauwarm oder kalt mit den Nachos servieren und genießen. Hält sich auch einige Tage im Kühlschrank.

Et voilà!

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Apfel-Käsekuchen-Tarte

Yeah, endlich mal wieder ein neues Käsekuchen-Rezept! Wie sehr ich auf veganen Käsekuchen stehe, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen – ich glaube, das eine oder andere Mal wurde diese Tatsache bereits auf dem Blog kundgetan :-) . Und auch meine Liebe zu allen Variationen von Apfelkuchen sollte hinlänglich bekannt sein.

Was liegt also näher, als endlich endlich endlich (warum habe ich das vorher noch nie ausprobiert??) beides zu kombinieren?! Genau. Nichts. Also gedacht und dann auch schleunigst getan. Aber damit es nicht zu schnöde und langweilig wird, habe ich kurzerhand eine Tarteform genommen, wodurch der Kuchen erstens flacher ist als gewohnt und zweitens doppelt so schön aussieht. Dadurch, dass er flacher ist, entfällt das ansonsten bei Käsekuchen nötige, aber unglaublich lästige, lange Abkühlen und Warten. Großartig, oder?! Diese Apfel-Käsekuchen-Tarte kühlt (je nach Wetter…) in weniger als einer Stunde soweit ab, dass man sie prima anschneiden und schon gleich genießen kann. Perfekt!

Da ich derzeit auf einem kleinen Nussmus-Trip bin und noch ein angebrochenes Glas Haselnussmus in Schrank hatte, habe ich bei dem Mürbeteig sowohl mit Margarine als auch Nussmus gearbeitet. Belohnt wurde diese Experimentierfreude durch einen sehr feinen, nicht dominanten, Nussgeschmack und eine wunderbare Zartheit des Teiges. Kann ich also nur empfehlen. Und wer sich über das Haselnussmus wundert, obwohl es auf diesem Blog noch nie was mit Haselnüssen gab, da ich bekanntermaßen dagegen allergisch bin: aus mir unerfindlichen Gründen bin ich nicht mehr sonderlich allergisch und kann zumindest Haselnüsse in Mus-Form oder auch gemahlen verarbeitet problemlos essen. Meine Theorie hierzu ist, dass ich wegen der vorzeitigen Wehen im letzten Jahr zwei Cortisonspritzen bekommen habe, um die Lungenreife von M. zu forcieren und Cortison wird auch bei starken Allergien eingesetzt und soll Wunder wirken. Natürlich mit all den blöden Nebenwirkungen…daher kam und kommt es in diesem Bereich für mich nicht in Frage, aber möglicherweise ist diese ungewohnte Allergiefreiheiheit ein angenehmer Nebeneffekt dieser unsäglichen Krankenhauszeit.

Jedenfalls esse ich derzeit daher wahnsinnig gerne und recht oft Haselnüsse in verbackener Form und freue mich wie ein kleines Tofu-Schnitzel darüber. Wer weiß, wie lange das geht…

Daher auch hier. Es geht aber auch jedes andere Nussmus. Und zusammen mit der Käsekuchenfüllung und den Äpfeln verbindet sich alles zu einem gar köstlichen Gesamt-Geschmacks-Erlebnis! Diese Tarte schmeckt einfach großartig. Nach Haselnuss, nach Zitrone, nach Vanille, nach Apfel. Alles zusammen. Und da sie so schön flach ist, kann man auch prima zwei Stücke davon verdrücken.

Einzig die Konsistenz des Mürbeteiges gefällt mir noch nicht so richtig, da er am zweiten Tag ziemlich bröselig geworden ist und die Hälfte in der Form hängengeblieben ist. Geschmacklich ist das ja egal, aber für die Optik…ich glaube, beim nächsten Mal werde ich etwas mehr Mehl zufügen, dann sollte er auch etwas besser zusammenhalten.

Ach ja, es sollten unbedingt sehr aromatische Äpfel verwendet werden, sonst habt ihr nur den halben Spaß. Auch noch anzumerken ist, dass die Tarte nicht sonderlich süß ist, aber durch die karamellisierte Zuckerkruste wunderbar “rund” im Geschmack. Aber wer sehr süßschnabelig ist, sollte die Zuckermenge in Teig und Füllung etwas erhöhen.

Apfel-Käsekuchen-Tarte

Apfel-Käsekuchen-Tarte

Zutaten für eine große Tarteform (ca. 28 cm Durchmesser, alternativ eine große Springform nehmen):

  • 100 g Pflanzenmargarine, sehr weich
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 30 g Haselnuss-Mus (oder anderes Nussmus)
  • eine Prise Salz
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1/2 Tl Backpulver
  • 175 g Mehl (evtl. mit 200 g versuchen…)
  • 1 El Maisstärke
  • 75 g Pflanzenmargarine, sehr weich
  • 50 g Puderzucker
  • Schale und Saft 1/2 Zitrone
  • Mark einer Vanilleschote
  • 35 g Maisstärke
  • 350 g Sojajoghurt, natur (Zimmertemperatur!)
  • 2 große Äpfel, mit Schale
  • 1 geh. El Rohrohrzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Für den Mürbeteig die Margarine zusammen mit dem Rohrohrzucker kräftig schaumig schlagen (mit dem Quirl des Handmixers oder der Küchenmaschine) bis die Masse heller geworden ist. Das Nussmus zufügen und alles cremig verrühren. Dann Salz, Vanille, Backpulver und Stärke unterrühren, zum Schluss das Mehl zufügen und verkneten. Der Teig ist sehr weich, daher ggf. noch etwas mehr Mehl zufügen (gesamt aber höchstens 200 g).

Eine Tarteform gut einfetten, dann den Teig mit den Händen/Fingern möglichst gleichmäßig in die Form drücken (zum Ausrollen ist der Teig zu weich) und einen kleinen Rand hochziehen.

Für die Käsekuchen-Creme die Margarine zusammen mit dem Puderzucker einige Minuten richtig schön cremig weißlich aufschlagen, dann die Stärke zufügen, ebenso wie das Vanillemark und die abgeriebene Zitronenschale. Zum Schluss den Sojajoghurt und Zitronensaft zugeben und alles zu einer möglichst glatten Creme verrühren. Falls der Joghurt zu kalt ist, bilden sich kleine Margarine-Klümpchen, das ist aber nicht weiter schlimm und verschwindet beim Backen.

Die Creme auf dem Mürbeteig verteilen und glattstreichen. Äpfel waschen, entkernen, vierteln und mit der Schale in dünne gleichmäßige Spalten schneiden (ca. 3 mm). Die Spalten so dekorativ wie möglich und gewünscht auf der Creme verteilen, dann alles mit dem Rohrohrzucker bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 190 °C Ober- und Unterhitze im unteren Drittel des Backofens etwa 45 Minuten backen bis die Tarte leicht gebräunt ist. Falls sie zu schnell bräunt ggf. mit Backpapier abdecken.

etwas auskühlen lassen, anschneiden, genießen und schwelgen.

Et voilà!

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Macadamia-Blondies mit weißer Schokolade

Heute teile ich eines meiner liebsten Lieblings-Rezepte mit euch, was ich bisher gehütet habe wie einen kleinen Schatz: Macadamia-Blondies mit weißer Schokolade!

Wer weiße Schokolade mag, wird diese kleinen Köstlichkeiten lieben, ich verspreche es! Für alle Liebhaber der dunklen Schokolade ist das Rezept vielleicht nichts, aber nichtsdestotrotz solltet ihr es unbedingt testen – ich habe ungelogen noch niemanden gefunden, dem diese Blondies nicht geschmeckt haben und in den letzten Jahren habe ich einige davon verteilt…

Sie sind süß (aber keinesfalls zu süß!), mächtig, buttrig, schokoladig, nussig, cremig, vanillig. Einfach lecker und für mich ganz und gar perfekt! Selbst nach drei Tagen und dem zehnten Stück.

Man benötigt Unmengen an weißer Schokolade (ich nehme immer diese hier) und riiiiiichtig viele Macadamias – beides kommt sowohl in den Teig als auch oben drauf. Und die Kombination, die sich schon bei den Macadamia-Zitronen-Cakepops vortrefflich bewährt hat, ist auch dieses Mal unschlagbar! Never change a winning team :-) .

Gut, für kalorienzählende Kohlenhydrate-Zucker-Weißmehl-Meider sind die Blondies ja mal rein gar nichts – alle anderen: unbedingt nachmachen! Dekadente kleine Köstlichkeiten, die stante pedes auf den Hüften landen, dafür aber jeden Bissen wert sind und ein glückseliges Grinsen ins Gesicht zaubern. Ist ja auch mal schön Besseres Seelenfutter gibt´s für mich kaum. Ich könnt´ schon wieder…

Macadamia-Blondies mit weißer Schokolade

Macadamia-Blondies mit weißer Schokolade

Zutaten für eine 20 x 20 cm Form:

  • 150 g weiße Schokolade
  • 80 g Alsan (oder andere Pflanzenmargarine)
  • 35 g Zucker (weiß oder Rohrohr, ganz nach Belieben)
  • 2 El Sojamehl
  • das Mark einer halben Vanilleschote
  • 75 g Macadamias, geröstet und gesalzen
  • 225 g Weizenmehl Typ 405 oder 550
  • 50 g gemahlene Cashews (zur Not gemahlene Mandeln)
  • 1/2 Tl Natron
  • 1 Tl Backpulver
  • 140 ml Sojamilch (oder Hafermilch)
  • 30 g weiße Schokolade
  • 50 g Macadamias, geröstet und gesalzen

Zubereitung:

100 g weiße Schokolade mit Alsan und Zucker in einen kleinen Topf geben und bei geringer Hitze unter häufigem Rühren schmelzen bis sich alles aufgelöst und etwas verbunden hat. Dann mit einem Schneebesen das Sojamehl sowie die Pflanzenmilch einrühren und alles gut verquirlen.

In einer Rührschüssel Mehl, gemahlene Cashews, Backpulver und Natron mischen. Die verbliebenen 50 g der weißen Schokolade grob hacken, Macadamias mit Wasser abbrausen, damit das Salz abgespült wird. Mit einem sauberen Handtuch etwas trockentupfen und ebenfalls grob hacken.

Nüsse und Schokolade zu der Mehlmischung geben, ebenso wie das ausgekratzte Vanillemark. Dann die Schokoladen-Alsan-Zucker-Mischung zufügen und alles mit dem Schneebesen zu einem zähen Teig verrühren.

In die gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form geben und glatt streichen. Die Blondies im vorgeheizten Backofen bei ca. 190 °C Ober- und Unterhitze etwa 25 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Aus dem Ofen holen und auf der noch heißen Oberfläche die restliche weiße Schokolade verteilen und schmelzen lassen, dann mit einem Pinsel gleichmäßig verstreichen. Die restlichen Macadamias ebenfalls mit Wasser abspülen und grob hacken, dann auf die noch warmen Schokolade streuen und leicht andrücken.

Komplett auskühlen lassen, dann anschneiden und schwelgen :-) .

Et voilà!

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Flammkuchen

Ja, ich lebe noch :-D Und es ist auch alles in Ordnung! Aber die ersten Wochen mit Baby waren und sind doch deutlich herausfordernder als ich es mir habe vorstellen können…zumal wir auch nicht mit einem unkomplizierten Anfängerbaby gesegnet wurden. Dafür haben wir den süßesten Knopf der Welt (selbstredend ;-) ). Wir sind nach wie vor in der Eingewöhnungsphase, aber es klappt immer besser und wird auch langsam schöner. Trotzdem bin ich noch weit von Alltag entfernt und so ist auch immer noch wenig Platz für Kochen und Backen (was über reine Nahrungsaufnahme hinausgeht) und noch weniger für Kreativität und Experimente. Aber es kommt langsam! Daher werdet ihr nun ab jetzt auch endlich wieder häufiger neue Rezepte und posts bekommen – ich freue mich sehr darauf und hoffe, dass ich das immer besser mit meinem Mami-Dasein verbinden kann. Und Kommentare werden ab jetzt auch wieder beantwortet! Falls bei denen der letzten zwei Monate noch aktuell brennende Fragen dabei sein sollten, meldet euch bitte nochmal, dann kann ich darauf eingehen.

Erstmal möchte ich mich bei euch allen lieben treuen Leserinnen und Lesern bedanken für die schrecklich vielen und lieben und tollen Glückwünsche und Wünsche zur Geburt des kleinen M. Ich war und bin richtig gerührt <3 und habe dadurch einiges an Kraft schöpfen können. Danke.

So, jetzt aber mal Schluss mit Mami-Baby-Kram und ordentlich “Tofu bei die Algen” (ich liebe den Tatortreiniger!!): ich habe natürlich auch ein neues Rezept mitgebracht. Es musste zwar einige Zeit in der Schublade rumliegen, hat aber nichts ans Leckerheit verloren und passt vor allem ganz wunderbar zur kühlen Jahreszeit.

Es gibt oberleckeren Flammkuchen! Ich liebe alles, was in die Richtung Quiche, Tarte oder Flammkuchen geht wie zB Quiche mit Champignons, Zwiebeln und Lauch, kräuterwürziger Zwiebelfladen mit Zucchini, Polenta-Tartes mit Mangold und Tomaten oder Mangold-Zucchini-Quiches mit Tomaten. Die Unterschiede liegen neben der Form, Dicke und Art des Teiges und der Füllung bzw. des Belages vor allem in der Masse, die auf den Teig gestrichen wird. Manchmal nehme ich dafür pürierten Tofu, manchmal Sojajoghurt und manchmal pflanzliche Sahne. Alles sehr lecker, aber alles auch unterschiedlich in Konsistenz und Geschmack.

Dieses Mal wollte ich einen “richtigen” Flammkuchen, der im Original meines Wissens nach eine Basis von Creme fraiche hat und neben Zwiebeln/Lauch noch mit krossen Speckstreifen belegt ist. Anstelle der Creme fraiche habe ich Hafersahne mit Mandelmus und Zitronensaft verrührt, kräftig gewürzt und auf den Teig gestrichen, darauf kamen dann Zwiebeln, Zucchini und Lauch – alles vorher angedünstet. Und zuoberst dann richtig kross angebratene Räuchertofuscheiben und alles mit dem Rest Hafersahne-Mandelmus-Mischung beträufelt und ab in den Ofen.

Köstlich!!! Wirklich oberköstlich! Ich glaube, ich habe noch nie so einen guten veganen Flammkuchen gegessen…(jaja, Eigenlob und so, aber es stimmt), was vor allem an der Hafesahne-Mandelmus-Mischung lag, die gar köstlich überbacken und alles schön saftig und trotzdem knusprig gehalten hat. Und das Highlight waren die krossen Räuchertofuscheiben. Alles in allem also eine rundum gelungene und feine Sache. Ich fand das Ganze so lecker, dass ich dasselbe Rezept zwei Tage später gleich wieder gemacht habe.

Der Fantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt, was Gemüse und Würzung angeht. Und wahrscheinlich kann man auch Sojasahne dafür nehmen, aber mit Hafersahne wird´s einfach perfekt, da sie andere Schmelzeigenschaften hat als die Sojasahne und sich viel besser zum Überbacken eignet und gerade in Verbindung mit dem Mandelmus einfach wunderbar harmoniert. Probiert´s aus!

Flammkuchen

Zutaten für drei sehr dünne Bleche oder zwei etwas dickere:

  • 500 g Weizenmehl Typ 550
  • 100 g Hartweizengrieß
  • 2 Tl Salz
  • 1 Tl Rohrohrzucker
  • 1 Pckg. Trockenhefe
  • 2 El Olivenöl
  • 320 ml Wasser
  • 250 ml Hafersahne
  • 2 El Zitronensaft
  • 2 El Hefeflocken
  • 2 Tl Maisstärke (Speisestärke)
  • 100 ml Wasser
  • Pfeffer, Muskatnuss
  • 1 geh. El Mandelmus, weiß
  • 1 Tl Salz
  • 1 Zucchini
  • 2 große Stangen Lauch
  • 2-3 große Zwiebeln
  • 200 g Räuchertofu
  • 2 El Rapsöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Hartweizengrieß mit Weizenmehl und Salz mischen. In die Mitte eine Mulde formen, dort hinein die Trockenhefe und den Rohrohrzucker geben. Etwas Wasser dazugeben und mit einem Löffel zu einem Vorteig verrühren. Einige Minuten gehen lassen bis die Hefe aktiviert ist. Dann das restliche Wasser und das Olivenöl zufügen und alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handmixers ca. fünf Minuten kräftig durchkneten bis ein homogener weicher Teig entsteht.

Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Hafersahne mit Zitronensaft, Hefeflocken, Maisstärke, Wasser, Mandelmus, Pfeffer, Salz und Muskatnuss verrühren.

Die Zucchini in dünne kurze Streifen schneiden, ebenso den Lauch. Die Zwiebeln in dünne Viertelringe schneiden und den Räuchertofu ebenfalls in dünne Streifen.

Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne richtig heiß erhitzen und den Räuchertofu darin einige Minuten scharf anbraten bis er schön kross ist. Dann die Temperatur reduzieren und das Gemüse zufügen. Bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren garen, aber nicht zu sehr Farbe nehmen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den gegangenen Hefeteig nochmals kräftig durchkneten, halbieren oder drittel und ausrollen. Auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und mit der Hafersahne-Mischung dünn betreichen. Das Gemüse gleichmäßig darauf verteilen und die restliche Sauce darüber träufeln.

Den Backofen vorheizen auf 200 °C Ober- und Unterhitze und den Flammkuchen darin ca. 20-25 Minuten backen bis die Oberfläche leicht knusprig und gebräunt ist.

Frisch und heiß genießen. Reste schmecken aber auch kalt :-) .

Et voilà!

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M.

Heute gibt es kein Rezept, dafür aber einen sehr privaten und persönlichen post, der mir am Herzen liegt :-) .

M. ist da! endlich. Er wurde am vergangenen Freitag mittag geboren. Bis dahin war es allerdings ein beschwerlicher Weg…nicht nur, dass ich von Beginn an eine eher unschöne Schwangerschaft hatte mit schlimmen Schmerzen bereits ab dem 5. Monat und dann sogar mit vorzeitigen Wehen in der 29. Woche für zwei Wochen ins Krankenhaus musste – nein, es ging noch weiter und eine meiner schlimmsten Ängste hat sich erfüllt. Ich habe in den letzten Wochen zu allem Überfluss auch noch eine Gestose bzw. Präeklampsie entwickelt – im Volksmund auch als Schwangerschaftsvergiftung bekannt. Das ist im schlimmsten Fall lebensbedrohlich für Mutter und Kind.

Daher war ich also mal wieder eine Weile  im Krankenhaus. Dabei psychisch und physisch am Ende…Krankenhausaufenthalte sind schier unerträglich für mich – ich schlafe dort nicht, esse kaum und fühle mich einfach nur furchtbar. Dass ich in einem 3er-Zimmer auf der Entbindungsstation mit Säuglingen lag, hat meinen Zustand auch nicht wirklich verbessert.

Jedenfalls waren die Symptome dort auch trotz Medikamenten nicht in den Griff zu bekommen bzw. wurden sogar eher noch schlimmer und ich konnte einfach nicht mehr. So dass endlich über eine Einleitung nachgedacht wurde. Dies geschah dann auch am Freitag mit dem Hinweis, dass mein Körper wahrscheinlich noch nicht bereit sei zur Geburt in der 38. Woche, so dass ich mit 4-5 Tagen rechnen müsse, die das dauert, wenn es denn überhaupt klappt.

Morgens bekam ich also das Gel, sollte zwei Stunden später zur CTG-Kontrolle, zu der ich schon kaum mehr laufen konnte vor Schmerzen. Bis dato dachte ich noch, dass sei nur eine Nebenwirkung vom Gel, die bald wieder verschwindet. Zum Glück hatte ich trotzdem meinen Mann gebeten zu kommen, denn es ging nun Schlag auf Schlag. Die Eröffnungsphase habe ich quasi übersprungen und hatte von Beginn an ununterbrochen Wehen ohne Pause, dann Presswehen und zack! war M. geboren. Unter für mich schier unaushaltsamen Schmerzen. Ich habe so nach einer PDA geschrien, aber dafür ging alles zu schnell. Auch die herbeigesehnte Ohnmacht blieb aus…

Dank des bestes Mannes der Welt habe ich die Geburt aber geschafft, trotz totalem Delirium, in dem ich nichtmal mehr meinen Arm selbstständig heben konnte, geschweige denn die Augen öffnen. Ich bin so unendlich dankbar, dass er mir so zur Seite gestanden hat, dafür habe ich keine Worte!

Jedenfalls ist alles gut gegangen, sowohl für mich als auch M. Einzig ging alles zu schnell für uns beide, das will erstmal verdaut werden…er ist ein tolles Baby mit langen Haaren und zarter weicher Babyhaut. Ein ungeduldiger kleiner Kerl, der noch ganz viel Nähe braucht, um besser in dieser Welt ankommen zu können.

Seit zwei Tagen sind wir nun zu hause und natürlich unsicher, ängstlich, überfordert und dauermüde, aber vor allem sehr sehr glücklich über und mit dem kleinen Knopf, der im Moment den Mittelpunkt unserer Welt darstellt.

Wir brauchen nun erstmal ganz viel Zeit und Ruhe, um uns als Familie kennenzulernen und auch die neue Situation. Daher wird es in der nächsten Zeit sehr ruhig hier werden, denn vor allem ich muss mich erstmal erholen von allem. Sobald es möglich ist, geht´s aber natürlich wie gewohnt weiter – ich habe noch sooo viele Sachen, die schon fotografiert sind und verbloggt werden wollen! Aber bitte habt Geduld. Und bitte habt Verständnis, dass ich im Moment auch keine Kommentare beantworten kann. Sie werden natürlich freigeschaltet und gerne können die Fragen natürlich von anderen Lesern beantwortet werden. Ach so, und teilweise reicht es schon, die vorherigen Kommentare/Fragen zu dem Rezept und meine Antworten darauf zu lesen ;-) .

Und zum Schluss hier noch ein Foto von unserem zauberhaften Baby in seinem viel zu großen Strampler <3 .

M.

M.

Kürbis-Hefe-Zopf

Wer schon länger auf meinem Blog mitliest, weiß, dass ich nicht soooooo die Kürbis-Freundin bin. Es ist nicht so, dass ich ihn gar nicht mag, aber den ganzen Begeisterungsstürmen vieler anderer kann ich mich eben nicht so wirklich anschließen. Kürbis ist mir oft zu süß, zu mehlig und eben zu kürbissig. Nichtsdestotrotz muss ich jedes Jahr welchen kaufen, sobald die Saison losgeht, denn Kürbisse sehen einfach wunderschön aus! Sowohl in Form als auch in Farbe – wunderbare orange-Töne und runde weiche Formen, das mag ich sehr. Und ich mag eben auch den Herbst unwahrscheinlich gerne und Kürbis ist einfach unabänderlich mit Herbst und buntem Laub bei mir verknüpft.

Was macht aber jemand, der Kürbis nun eben nicht so gerne mag, dann mit dem Ding? Genau! Ich “schmuggel” ihn gerne ins Essen, so dass er zwar etwas Geschmack abgeben kann, aber nicht dominant ist, denn am allerliebsten habe ich ihn eben wegen der Farbe (graues oder pinkes Essen geht gar nicht für mich, orangenes aber umso mehr :-) ). So dass es bei uns dann zB Kürbis-Gemüse-Creme-Suppe gibt oder auch Kürbis-Kartoffel-Gnocchi. Beides wirklich ausgesprochen lecker und auch für Kürbis-Nicht-Liebhaber bestens geeignet!

Als dritte Alternative, um Kürbis möglichst neutral zu verarbeiten, habe ich die Option entdeckt, Kürbispüree in Brot zu verbacken! Das finde ich genial, denn der Kürbis sorgt für eine intensive orange-gelbe Farbe und zudem für wunderbare Fluffigkeit. Und da er geschmacklich eh leicht süßlich ist, bot sich eine Art Kürbis-Stuten geradezu an.

Um dem Ganzen noch ein paar mehr Extra-Nährstoffe zu geben, habe ich den Hefe-Zopf mit einem Teil Vollkornmehl gebacken, wodurch er etwas fester aber immer noch schön wattig ist, außerdem unterstreicht das Weizenvollkornmehl die leichte Süße durch etwas Kernigkeit. Mit so einem Kürbis-Hefe-Zopf kann man also ganz prima sowohl Gemüse (Kürbis) als auch Vollkornprodukte (Mehl) in Kinder oder Fast-Food-Erwachsene bekommen, ohne dass sie es wirklich merken werden, denn der Zopf ist einfach nur lecker! Er ist nicht so süß wie klassischer Stuten, so dass man ihn gut mit herzhaften und süßen Aufstrichen/Belägen essen kann. Und falls wider Erwarten doch mal ein Rest übrig bleiben sollte, kann man die trockenen Scheiben prima toasten und er schmeckt fast wie frisch. Eingefrieren lässt er sich natürlich auch…

Kürbis-Hefe-Zopf

Kürbis-Hefe-Zopf

Zutaten für einen großen Zopf:

  • 380 g Kürbispüree (ich hatte Hokkaido, den ich einfach ungeschält gedünstet/gedämpft und dann püriert habe)
  • 200 g Weizenvollkornmehl
  • 300 g Weizenmehl Typ 550
  • 1 1/2 Tl Salz
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 80 g Pflanzenmargarine, weich
  • 1 Pckg. Trockenhefe
  • evtl einen Schuss Sojamilch (je nach Feuchtigkeit des Pürees…)
  • 1 El Sojasahne + 1 El Wasser
  • je eine gute Prise Salz und Zucker
  • 2 El Körner-Mix (ich hatte Sonnenblumen-, Kürbis- und Sojakerne)

Zubereitung:

Die beiden Mehlsorten mit Rohrohrzucker, Salz und Trockenhefe gut vermischen, dann das Kürbispüree sowie die weiche Margarine zufügen. Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder Handmixer ca. fünf Minuten auf kleiner Stufe durchkneten bis ein weicher geschmeidiger Teig entstanden ist. Der Teig sollte etwas feucht und keinesfalls zu trocken sein, da das Vollkornmehl noch etwas quillt, daher ggf. einen Schuss Sojamilch oder Wasser zufügen bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

Abgedeckt an einem warmen Ort 1-1 1/2 Stunden gehen lassen bis der Teig deutlich an Volumen gewonnen hat.

Den Teig mit den Händen kräftig durchkneten, dann in drei möglichst gleichgroße Teile teilen. Jedes Teil zu einem langen Strang rollen und dann einen lockeren Zopf daraus flechten. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Sojasahne mit Wasser, Salz und Zucker verrühren und den Zopf gleichmäßig damit einpinseln. Den Körner-Mix darauf verteilen und ggf. leicht andrücken.

Den Zopf an einem warmen Ort möglichst abgedeckt nochmal mindestens 30 Minuten gehen lassen, evtl. länger, bis er schön aufgegangen ist.

Im vorgeheizten Backofen im unteren Drittel bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 30 Minuten backen bis er schon goldglb gebräunt ist. Auskühlen lassen, dann anschneiden und möglichst frisch genießen.

Et voilà!

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Schokoladen-Käsekuchen-Muffins

Erst einmal möchte ich mich ganz herzlich bedanken für eure tollen Reaktionen und die furchtbar lieben Kommentare auf meinen letzten Post :-) . Ich bin ganz schrecklich gerührt (jaja, die Hormone…) und dankbar für eure Glückwünsche und Zusprüche und tröstenden Worte! Auch toll, dass einige von euch ihre eigene Geschichte in der Hinsicht mit mir geteilt haben. Ich hatte lange überlegt, ob ich was zu meiner Schwangerschaft und den Schwierigkeiten und jetzt dem Klinikaufenthalt schreiben soll und bin sooooo froh, es getan zu haben! Denn eure Unterstützung hilft mir im Moment wirklich sehr und macht vieles erträglicher und weniger schlimm. Der kleine M. ist zum Glück nach wie vor in meinem Bauch, aber ich habe immer wieder mit teils heftigen und unangenehmen Wehen zu kämpfen, was bedeutet, dass ich quasi gar nichts machen darf – jede kleine Anstrengung wird sofort “bestraft” und ich will ja, dass der Kleine noch ein paar Woche in mir ausgebrütet wird! Wobei es mir manchmal einfach nur unsäglich schwer fällt und leider auch kaum positive Schwangerschaftsgefühle zulässt…jetzt in den letzten Wochen vor der Geburt regt sich selbst bei mir ein minimaler Nestbautrieb (ich bin da eher pragmatischer ausgerichtet, daher ist der nur sehr zart ausgeprägt) und es macht mich kirre, dem nicht nachgeben zu können – es ist einfach nicht dasselbe, Sachen im Internet anzuschauen und zu bestellen oder in Läden und auf Flohmärkten zu stöbern und sich inspirieren zu lassen! Aber gut, das hier soll kein Jammerblog werden :-) .

Daher habe ich trotz allem heute wieder ein schönes Rezept für euch, was ich gerne teilen möchte! Es ist auch relativ unaufwendig und lässt sich teilweise prima im Sitzen erledigen – perfekt! Und zwar handelt es sich um Käsekuchen-Muffins (habe ich hier schon iiiiirgendwann mal erwähnt, wie sehr ich auf Käsekuchen stehe??!! ;-) ). Aber nicht einfach irgendwelche, denn ich wollte gerne etwas Neues ausprobieren. Denn trotz meiner ausgeprägten Käsekuchen-Liebe habe ich doch tatsächlich noch NIE Schokoladen-Käsekuchen gegessen! Man glaubt es kaum…

Ich kenne klassischen Käsekuchen mit Mürbeteig/Streuselteig/Rührteig in diversen Variationen, aber die Käsekuchenmasse ist immer ähnlich. Klassisch eben. Einmal habe ich die Käsekuchenmasse mit weißer Schokolade getestet, aber das war dann schon das höchste der Gefühle. Ansonsten kenne ich Käsekuchen-Brownies, also Brownieteig und darauf Käsekuchenmasse, oder Schokorührteig und darauf dann Käsekuchemasse. Aber Schokolade bzw. Kakao in der Käsekuchenmasse???! Konnte ich mir bisher nicht vorstellen und obwohl mir solche Kuchen von diversen Foodblogs und aus Kochbüchern ständig entgegenlachen, habe ich stets einen großen Bogen darum gemacht.

Bis heute! Jaja, ich habe meine Käsekuchen-Spießigkeit zur Seite gelegt und mich todesmutig an Muffins gewagt, die aus einem hellen Rührteig bestehen, in dem geschmolzene weiße Schokolade verarbeitet wird, und einer Käsekuchemasse, die mit Kakao gemacht wird, also einer Schokoladen-Käsekuchen-Masse!! Oh ja, soooo mutig war ich. Und probiert und gegessen habe ich die Dinger auch, ha!

Abgesehen vom Schmelzen der Schokolade sind die Muffins schnell gemacht mit einfachen Zutaten, diesmal sogar gänzlich ohne Puddingpulver (braucht man sonst ja auch nicht, aber der Bequemlichkeit halber nehme ich meist welches…). Geschmacklich waren sie gut, aber mehr auch irgendwie nicht – ich weiß nicht, was genau mir fehlte, aber sie haben mich jetzt nicht umgehauen oder Geschmacksexplosionen hervorgerufen, sondern sie waren schlicht ganz lecker. Wobei ich zugeben muss, dass mir die Schoko-Käsekuchenmasse zwar geschmeckt hat, aber irgendwie für mich nichts gemein hatte mit Käsekuchen. Vielleicht hat mich das einfach irritiert?! Wahrscheinlich ist mein Gaumen in der Hinsicht ganz arg konservativ und weigert sich, Schokolade mit Käsekuchengeschmack zu verknüpfen. Für alle, die da offener sind bzw. sogar wissen, dass sie Schokoladen-Käsekuchen mögen, sind diese Muffins perfekt! Alle anderen sollten sie trotzdem ausprobieren und sich einfach ihr eigenes Urteil bilden.

Die Förmchen sind übrigens aus einem Kaufhaus in Uppsala – ich hatte sie dort in einem Korb mit reduzierten Sachen entdeckt und sie waren so ein unglaubliches Schnäppchen und dazu noch total süß und hübsch, dass ich gleich einige Pakete davon mit nach hause nehmen musste – mit dieser Entdeckung lief ich dann den kompletten Tag mit Dauergrinsen im Gesicht herum. Manchmal ist es SEHR einfach, mich glücklich zu machen :-) .

Schokoladen-Käsekuchen-Muffins

Schokoladen-Käsekuchen-Muffins

Zutaten für 8 Muffins:

  • 50 g weiße Schokolade (zB Reismilch o.ä.)
  • 15 g Pflanzenmargarine (alternativ 1 El Rapsöl)
  • 100 g Weizenmehl Typ 550
  • 40 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Natron
  • 1/2 Tl Backpulver
  • 100 ml Pflanzenmilch
  • 1 geh. El Maisstärke
  • 50 g Sojajoghurt natur
  • 1 Tl Zitronensaft
  • optional 1-2 El weiße Schokolade, gehackt
  • 150 g Sojajoghurt, natur
  • 1 geh. El Maisstärke
  • 1 1/2 El Kakaopulver
  • 2-3 El Puderzucker
  • 1 Tl Zitronensaft
  • 25 g Kokosfett

Zubereitung:

Die Margarine zusammen mit der weißen Schokolade ganz vorsichtig unter Rühren schmelzen.

In einer Schüssel Mehl mit Rohrohrzucker, Vanille, Salz, Natron, Backpulver und Maisstärke mischen.

In einer zweiten (kleinen) Schüssel die Pflanzenmilch mit dem Sojajoghurt und dem Zitronensaft verrühren.

Die Schokoladen-Margarinen-Mischung sowie die Pflanzenmilch-Sojajoghurt-Zitronensaft-Mishcung zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben und alles mit einem Löffel gut verrühren. Es dürfen ruhig noch kleine Klümpchen im Teig sein – also, nicht zu lange rühren, sonst werden die Muffins zäh. Optional nun die gehackte weiße Schokolade unterheben.

Den Teig auf 8 Muffinförmchen verteilen (wer nicht so stabile Förmchen hat, kleidet am Besten ein Muffinblech mit den Papierförmchen aus, da sonst alles komplett auseinander läuft…).

Das Kokosfett schmelzen und mittels eines Schneebesens gut mit dem Sojajoghurt, Maisstärke, Kakao, Puderzucker und Zitronensaft verquirlen, so dass eine ganz glatte dicke Creme entsteht.

Diese Creme nun teelöffelweise auf dem hellen Muffinteig verteilen und ganz leicht marmorieren.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze etwa 25-30 Minuten backen bis die Muffins schön aufgegangen und leicht goldbraun sind (sie fallen wieder etwas zusammen, nicht wundern…). Am Besten im leicht geöffneten Backofen abkühlen lassen, dann genießen.

Et voilà!

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Apfel-Nuss-Crumble

Still ist´s geworden hier – dabei war doch mein Plan, nach dem Schweden-Urlaub gaaaaaanz viel Zeit in der Küche mit Kochen und Backen zu verbringen…(vorher war Sommer bedingte Pause :-) ) Aber wie das so ist mit den Plänen: 1. kommt es anders und 2. als man denkt. Und in den letzten Monaten ist leider sehr viel anders gekommen als gedacht und geplant. Der Knaller kam dann vor 2 1/2 Wochen und hat alles über den Haufen geworfen.

Ich musste nämlich von jetzt auf gleich für zwei Wochen ins Krankenhaus. Keine Sorge, mir geht´s (körperlich) gut, aber seit einigen Monaten bin ich nicht mehr alleine, sondern teile großzügigerweise meinen Unterleib mit einem kleinen strampelnden Jungen <3 . Ich bin nämlich im 8. Monat schwanger. Leider verläuft die Schwangerschaft alles andere als schön und gut und problemlos, woran ich ziemlich zu knabbern habe. Und nun musste ich auch noch mit vorzeitigen Wehen ins Krankenhaus. Da geht man einfach zur banalen Vorsorge und dann das. Ich hab´s nicht gemerkt (rückblickend schon, aber ich hatte die Zeichen einfach ignoriert…) und habe dann in der Klinik das volle Programm bekommen mit Wehenhemmer-Tropf (Tokolyse) und Cortison zur Lungenreife des Babys usw, von den Sorgen und Vorwürfen mal ganz abgesehen (die habe ich aber nicht bekommen, sondern mir selber gemacht). Nun bin ich in der 31. Woche und durfte vor ein paar Tagen ENDLICH wieder nach hause (Krankenhäuser machen mich nämlich ganz klar krank!), aber da ich mein Baby nicht im Brutkasten besuchen möchte, ist die nächsten Wochen absolutes Low-Level-Programm angesagt mit wenig Treppensteigen (haha, wir wohnen im 5. Stock!!), viel Sitzen und Liegen, wenig Hausarbeit, kein Einkaufen, nichts Tragen usw. Ich habe noch Glück, da ich den wundervollsten Mann der Welt habe, der mir schon im Krankenhaus unglaublich toll zur Seite gestanden hat und der auch jetzt tut, was er kann neben seinem echt anstrengenden Vollzeit-Job, aber mich macht das alles wahnsinnig! Ich will in die Küche und ich mag sogar den Haushalt machen und ich liebe Lebensmittel-Einkaufen und ich will rumlaufen und ich will ich will ich will…nein, ich bin keine 3 Jahre alt und tue natürlich alles, um das Baby noch möglichst lange in mir zu halten, aber Spaß ist was anderes.

So, das ist aber jedenfalls der Grund für die derzeitige Abwesenheit, die wahrscheinlich auch noch etwas dauern wird. Denn, wenn ich im Moment koche, muss es einfach und schnell sein und das ist meist nicht bloggenswert…in 2-3 Wochen wird es dann hoffentlich wieder besser, aber wie war das nochmal mit den Plänen?? Ich sollte einfach damit aufhören. Jedenfalls bin ich nicht weg, lebe immer und auch weiterhin vegan (ja, auch eine vegane Schwangerschaft funktioniert problemlos trotz Unkerei meiner Frauenärztin…das Baby entwickelt sich prächtig!!), werde nach wie vor bloggen und kochen und backen, aber im Moment muss ich meine Prioritäten einfach anders setzen, ob es mir passt oder nicht (nach meinem Willen geht´s hier schon lange nicht mehr…so ein Baby ist schon im Mutterleib SEHR willensstark *seufz*).

Ok, genug der Jammerei, denn heute gibt es tatsächlich doch mal wieder ein Rezept von mir! Und zwar eines, was man total gut im Sitzen und mit wenig Aufwand zubereiten kann: Apfel-Nuss-Crumble! Super lecker! Apple-Crumble liebe ich ja eh und mache ihn meist frei Schnauze, da er wunderbar unkompliziert ist. Heute gibt es mal eine gehaltvolle Variante (nichts für Kalorien-Phobiker) mit vielen Nüssen, die wunderbar rösten im Ofen beim Backen und einen traumhaften Geschmack geben. Aus Faulheit, äh, der Nährstoffe wegen, habe ich die Äpfel komplett mit Schale verarbeitet, was prima funktioniert hat. Dazu gab es bei uns fluffig aufgeschlagene Vanille-Sahne auf Haferbasis, die ich aus Schweden mitgebracht habe. Ein Knaller! Wie blöd, dass es sowas hier nicht gibt…aber Vanillesauce/-pudding/-eis tut´s natürlich auch! Ach so, nicht wundern, die Konsistenz der Streusel ist ist recht fein, da geschmolzene Margarine verwendet wird. Wer sie lieber grober/dicker mag, sollte einfach weiche Margarine nehmen.

Apfel-Nuss-Crumble

Apfel-Nuss-Crumble

Zutaten für eine mittelgroße Auflaufform (ca. 25×20 cm):

  • 125g Nüsse (ich hatte Cashews, Mandeln und Paranüsse)
  • 100 g Weizenmehl Typ 550
  • 3 El Haferflocken, Kleinblatt
  • 65-75 g Rohrohrzucker, je nachdem, wie süß ihr es mögt
  • eine gute Prise Salz
  • einige Abriebe Muskatnuss
  • 1/2 Tl Zimt, gemahlen
  • 1/2 Tl Vanille, gemahlen
  • 100 g Pflanzenmargarine
  • 750 g süß-säuerliche Äpfel (bio, falls ihr die Schale mit verwendet)
  • 1 El Weizenmehl Typ 550
  • 1 El Vanillezucker, am Besten selbstgemacht
  • 2 Tl Zitronensaft
  • abgeriebene Schale 1/2 Zitrone

Zubereitung:

Als erstens werden die Streusel gemacht, da sie vor der Verwendung wieder etwas fester werden sollen. Hierfür die Nüsse fein mahlen und mit dem Mehl, Haferflocken, Zucker und Gewürzen gut vermengen. Die Margarine vorsichtig schmelzen und zu den trockenen Zutaten geben. Alles mittels einer Gabel oder den Händen gut verkneten – der Teig wirkt relativ feucht. Zur Seite stellen, so dass die Margarine wieder etwas fester werden kann.

Die Äpfel entkernen (nach Wunsch auch schälen, aber die Schale hat wirklich null gestört und wurde aufgrund der langen Backzeit wunderbar weich und zart) und in kleine Würfel schneiden. In einer großen Schüssel mit Mehl, Vanillezucker, Zitronensaft und -schale gut vermischen.

Die Apfelfüllung in eine Auflaufform geben und die Streusel gleichmäßig darüber verteilen. Die Form mit Alufolie oder Backpapier gut abdecken und im vorgeheizten Backofen bei ca. 180 °C Ober- und Unterhitze 40 Minuten backen lassen. Dann die Abdeckung entfernen (Vorsicht, heißer Dampf!) und den Crumble weitere ca. 20 Minuten fertig backen bis er oben schön knusprig und leicht gebräunt ist und die Füllung so schön blubberig duftend ist.

Kurz abkühlen lassen und die erste Portion am Besten noch lauwarm mit Vanillesahne/-sauce/-eis oder einfach pur genießen!

Et voilà!

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